Nachhaltigkeit ist im Möbelbereich zum Marketingbegriff geworden. Fast jeder Hersteller wirbt mit 'nachhaltigem Holz', FSC-Zertifikaten oder 'umweltfreundlicher Produktion'. Aber was steckt wirklich dahinter? Und ist Altholz tatsächlich nachhaltiger als frisch geschlagenes Neuholz – oder ist das nur ein romantisches Bild?

Wir schauen genauer hin – ehrlich, ohne Greenwashing.

Was ist Altholz?

Altholz ist Holz, das bereits einmal verwendet wurde – als Gerüstbrett auf Baustellen, als Weinfass im Weinkeller, als Diele in einem Altbau oder als Träger in einer abgerissenen Scheune. Es wurde nicht neu gefällt, sondern gerettet.

Bei kq.interior beziehen wir unser Holz ausschließlich von regionalen Betrieben in der Rhein-Main-Region: von Gerüstbauern, Bauunternehmen und Winzern. Kurze Transportwege, bekannte Herkunft, null Neueinschlag.

Die CO2-Bilanz im Vergleich

Neuholz hat – auch wenn es aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammt – einen messbaren CO2-Fußabdruck: Fällung, Transport, Trocknung, Weiterverarbeitung, oft internationale Lieferketten. Ein FSC-zertifizierter Baum wird zwar nachwachsen, aber das dauert Jahrzehnte.

Altholz hat diese Emissionen bereits in seiner Vergangenheit erzeugt – sie zählen nicht mehr neu. Was jetzt noch anfällt: Transport zur Werkstatt (regional = kurz), Aufbereitung, Verarbeitung. Keine Fällung, keine Trocknung, keine internationalen Lieferketten.

Fazit: Altholz hat eine deutlich bessere CO2-Bilanz als Neuholz – selbst wenn das Neuholz aus zertifizierten Quellen stammt.

Qualität: Ist Altholz schlechter?

Das Gegenteil ist der Fall. Altes Bauholz – insbesondere aus der Zeit vor den 1960er Jahren – stammt oft aus langsam gewachsenen Bäumen mit besonders dichten Jahresringen. Es ist härter, schwerer und widerstandsfähiger als viel modernes Neuholz aus schnell gewachsenen Plantagen.

Dazu kommt: Das Holz hat bereits bewiesen, dass es hält. Ein Gerüstbrett, das jahrelang auf Baustellen im Einsatz war, ist kein schwaches Material. Es hat Extrembelastungen überstanden – und bringt diese Robustheit in dein Zuhause.

Aber: Nicht jedes Altholz ist schadstoffrei

Hier ist Ehrlichkeit wichtig. Altes Holz kann belastet sein – mit Lacken, Farben, Holzschutzmitteln oder Schimmel. Deshalb ist die Aufbereitung entscheidend. Bei kq.interior begutachten wir jedes Stück Holz sorgfältig, bearbeiten es schadstofffrei. Lediglich unsere Spachtelmasse ist lösemittelbasiert. Durch einige Versuche haben wir aber festgestellt, dass dies die einzige sichere und langlebige Lösung zur Füllung der Risse ist. Wir empfehlen diese daher nur bei Tischplatten zu nutzen um sie abwischbar zu machen. Nach der Aushärtung emittiert die Spachtelmasse aber keine Schadstoffe und bleibt dauerfest.

Das ist auch der Unterschied zwischen Altholz vom Profi und Holz vom Sperrmüll: Wir wissen, was wir verarbeiten.

Unser Fazit: Altholz ist die bessere Wahl – wenn es richtig gemacht wird

Altholz ist nicht per se nachhaltiger als Neuholz. Es kommt darauf an: Woher kommt es? Wie weit wurde es transportiert? Wie wurde es aufbereitet? Wenn diese Fragen sauber beantwortet werden können – und das können wir bei jedem unserer Stücke – dann ist Altholz die klar nachhaltigere, hochwertigere und ehrlichere Wahl.

Überzeuge dich selbst

Unsere Tische, Regale und Möbel entstehen alle aus Altholz aus der Rhein-Main-Region – handgefertigt, schadstofffrei aufbereitet, mit Geschichte. Jedes Stück ist ein Unikat, das man nicht nachmachen kann.

→ Unsere Altholz Regale entdecken: www.kq-interior.de